{"id":2903,"date":"2022-01-19T10:56:44","date_gmt":"2022-01-19T10:56:44","guid":{"rendered":"https:\/\/udomaar.de\/?p=2903"},"modified":"2022-08-25T13:44:23","modified_gmt":"2022-08-25T13:44:23","slug":"meine-fuenf-tipps-fuers-home-office","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/udomaar.de\/de\/2022\/01\/19\/meine-fuenf-tipps-fuers-home-office\/","title":{"rendered":"Meine f\u00fcnf Tipps f\u00fcrs Home Office"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-2905\" src=\"https:\/\/udomaar.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/2022-01-17-Torn-between-sofa-and-desk-300x156.jpeg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"664\" srcset=\"https:\/\/udomaar.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/2022-01-17-Torn-between-sofa-and-desk-300x156.jpeg 300w, https:\/\/udomaar.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/2022-01-17-Torn-between-sofa-and-desk-1024x531.jpeg 1024w, https:\/\/udomaar.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/2022-01-17-Torn-between-sofa-and-desk-768x399.jpeg 768w, https:\/\/udomaar.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/2022-01-17-Torn-between-sofa-and-desk-1536x797.jpeg 1536w, https:\/\/udomaar.de\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/2022-01-17-Torn-between-sofa-and-desk-2048x1063.jpeg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><br \/>\n<div class=\"su-spacer\" style=\"height:15px\"><\/div>\n<p>Auch in 2022 wird uns das Home Office erhalten bleiben und sicherlich nicht wieder so schnell verschwinden. Wir sollten uns also darauf einstellen, dass zuk\u00fcnftig hybride B\u00fcrokonzepte und Arbeitsweisen f\u00fcr Kopfarbeitende eine gro\u00dfe Rolle spielen werden. Da ist doch der Jahresanfang ein guter Zeitpunkt, die eigenen Arbeitsweisen, Pr\u00e4ferenzen und Stolpersteine zu \u00fcberdenken. Ein Zeitpunkt, um zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob die guten Vors\u00e4tze auch wirklich gut sind.<br \/>\nGut! Ein Begriff, den ich im Coaching immer schwierig finde und meine Klient_innen immer frage: was hei\u00dft denn \u201agut\u2018; was bedeutet \u201agut\u2018 in Deinem Kontext; woran merkst Du, dass etwas wirklich \u201agut\u2018 ist. Ein guter Vorsatz bedeutet f\u00fcr mich: l\u00e4sst er sich wirklich umsetzen und bringt er mich meinem \u00fcbergeordneten Ziel etwas n\u00e4her? Ist er wirklich attraktiv und f\u00fcr mich umsetzbar?<br \/>\nWenn Eure \u201aguten Vors\u00e4tze\u2018 etwas damit zu tun haben, wie Ihr auch im Home Office produktiv arbeiten k\u00f6nnt, dann habe ich ein paar Tipps f\u00fcr Euch, die ich hier gerne teile. Insbesondere in den Zeiten des Home Office ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Produktivit\u00e4t nicht nur etwas was den Chef interessiert, sondern auch etwas, womit sich jede_r in den eigenen vier W\u00e4nden auseinandersetzen wird. Der Arbeitsweg war fr\u00fcher schon lang &#8211; Weg zur U-Bahn, umsteigen, ins B\u00fcro laufen &#8211; da geht schnell mal eine halbe Stunde vorbei. Heute ist f\u00fcr einige der Weg noch l\u00e4nger geworden &#8211; der Weg vom Bett zum Schreibtisch kann leicht eine Stunde oder mehr in Anspruch nehmen, obwohl beide M\u00f6belst\u00fccke sogar im selben Raum stehen. Die m\u00f6glichen Ablenkungen sind einfach zu verlockend.<br \/>\nHier nun meine Gedanken, wie Ihr eine Abk\u00fcrzung vom Bett zum Schreibtisch finden und Euren Arbeitstag so gestalten k\u00f6nnt, wie er zu Euch und Eurer Arbeitsweise passt.<\/p>\n<div class=\"su-spacer\" style=\"height:15px\"><\/div>\n<h4>1. Der Tagesrhythmus<\/h4>\n<p>\u00dcberlegt Euch, wie Ihr Euren Arbeitstag im Home Office zu Euch selbst passend gestalten k\u00f6nnt. Legt Euch einen eigenen Rhythmus zu, den Ihr f\u00fcr eine Woche ausprobiert. Wenn das bereits gut funktioniert, weiter so. Wenn nicht, dann in die Reflexion gehen und \u00fcberlegen, wo hakt es, was hat nicht funktioniert, was fehlt.<br \/>\nBestandteile des Tagesrhythmus k\u00f6nnen ganz verschiedene Elemente sein. So ist f\u00fcr diejenige Person, die den Arbeitsweg vermisst, ein Spaziergang am Morgen vielleicht genau das richtige. Der Arbeitsweg ins B\u00fcro, so nervig wie er manchmal war, war eine gute M\u00f6glichkeit, den Tag zu strukturieren. Beim Gehen werden Gedanken frei und nehmen unerwartete Richtungen &#8211; was liegt heute an, was erwartet mich im B\u00fcro, was ist von gestern liegen geblieben, worum k\u00fcmmere ich mich als erstes?<br \/>\nF\u00fcr die andere Person ist vielleicht die Tasse Kaffee im Bett ein idealer Tagesbeginn, den Ihr Euch auch g\u00f6nnen k\u00f6nnt. Setzt Euch allerdings ein eigenes Signal, wann die Zeit gekommen ist, aus dem Bett auszusteigen und in die n\u00e4chste Phase des Tages einzusteigen. Wie kann ich den Unterschied zwischen einem arbeitsfreien Tag und einem typischen Arbeitstag besonders sp\u00fcrbar machen?<br \/>\nFindet heraus, zu welchen Zeiten Ihr am produktivsten seid und wann die Aufgaben am leichtesten von der Hand gehen. Diese Zeiten sind dann die Kernelemente f\u00fcr Euren Tagesrhythmus. Ihr habt im Home Office die Freiheit, diese Zeiten &#8211; in Absprache mit dem virtuellen Team &#8211; selbst zu bestimmen, was allerdings auch mit Verantwortung kommt.<br \/>\nDie Reihenfolge der Aktivit\u00e4ten, die einen typischen Tag pr\u00e4gen &#8211; ins Bad gehen, Sport, Arbeiten, um den Haushalt k\u00fcmmern, soziale Begegnungen, Freizeitaktivit\u00e4ten und so weiter &#8211; kann einmal \u00fcberdacht werden und ist weniger von \u00e4u\u00dferen Zw\u00e4ngen bestimmt. Allerdings sollten die Aktivit\u00e4ten nicht unbedingt mehr Zeit in Anspruch nehmen und nicht weggelassen werden (Stichwort: home office is the enemy of personal hygiene).<\/p>\n<div class=\"su-spacer\" style=\"height:15px\"><\/div>\n<h4>2. Die To-Do-Liste<\/h4>\n<p>Ja &#8211; die To-Do-Liste ist vielleicht etwas, das Ihr noch vom letzten Jahr kennt. Dann hei\u00dft es, der Liste eine neue Chance geben und sie von alten Karteileichen zu befreien. Sie sollte kurz genug sein, damit sie nicht angsteinfl\u00f6\u00dfend ist, aber auch ausreichend Aktivit\u00e4ten beinhalten, so dass sie motivierend wirkt.<br \/>\nIch nutze f\u00fcr mich ein elektronisches Tool: eine Tabelle mit Funktionalit\u00e4t, die ich selbst gebaut habe &#8211; wenn Ihr am Template interessiert seid, schreibt mich an. Auch hier gibt es ein befriedigendes Gef\u00fchl, wenn die Aktivit\u00e4ten f\u00fcr den Tag abgehakt werden k\u00f6nnen und von der Liste verschwinden.<br \/>\nDie To-Do-Liste ist auch ein wichtiger Bestandteil des Tagesrhythmus. Beginnt den Tag mit der Liste und beendet ihn auch mit ihr. Dann wird sie zu einem hilfreichen Freund und Begleiter. Am Morgen einen Blick auf die Liste werfen und \u00fcberpr\u00fcfen, welche T\u00e4tigkeiten f\u00fcr den Tag angesetzt sind. Dabei nochmals realistisch einsch\u00e4tzen, ob Ihr Euch zu viel vorgenommen haben k\u00f6nntet &#8211; oder auch zu wenig. Sind die Aufgaben richtig priorisiert und gibt es eine angenehme Mischung aus Dingen, die erledigt werden \u201am\u00fcssen\u2018 und Dingen, die Freude bringen.<br \/>\nUnd noch ein Geheimtipp: den Tag mit Emails der letzten Nacht zu beginnen ist selten hilfreich. Das checken und bearbeiten der Emails sollte ein eigenst\u00e4ndiges Element im Tagesrhythmus werden und eine angemessene Zeit in Anspruch nehmen.<br \/>\nIm Laufe des Tages bekommen wir viele Anfragen und Aufgaben oder wir stellen uns selbst neue Ziele, die nicht sofort umgesetzt werden k\u00f6nnen. Dann ist es gut, dass all dies als Aktivit\u00e4t in der To-Do-Liste festgehalten werden k\u00f6nnen. Mindestens hilft es dabei, die Angst zu verringern, etwas zu vergessen. Das eigene Gehirn muss sich dann nicht mehr mit diesen Aufgaben in der Zukunft besch\u00e4ftigen, denn sie sind ja an einem sicheren Ort festgehalten. Jetzt entsteht die Ruhe, sich auf die gegenw\u00e4rtige Aufgabe zu fokussieren.<br \/>\nAktivit\u00e4ten, die es auf die To-Do-Liste geschafft haben und einem bestimmten Tag zugeordnet sind, k\u00f6nnen auch mit einer Priorisierung versehen werden und mit einer ersten Einsch\u00e4tzung des Zeitaufwandes, der ben\u00f6tigt wird. Dies hilft ebenfalls, den Tag zu strukturieren und realistisch zu planen. Ich sehe gleich, was wichtig f\u00fcr den Tag ist und ob ich mir Aufgaben f\u00fcr 18 \u00bd Stunden oder nur drei Stunden vorgenommen habe. Dann muss die Liste auf jeden Fall nochmals \u00fcberdacht werden.<br \/>\nDamit die Liste nicht zu lang wird und schon beim Anschauen angsteinfl\u00f6\u00dfend wirkt, sollten nur die Aufgaben f\u00fcr die n\u00e4chsten ein bis zwei Wochen enthalten (f\u00fcr manch einen ist die Liste f\u00fcr die n\u00e4chsten drei Tage schon lang genug, was auch OK ist). Aber was mache ich mit der Aufgabe f\u00fcr n\u00e4chsten Monat? Das Geschenk f\u00fcr die Tante, die im Februar Geburtstag hat &#8211; wo lasse ich diese Aktivit\u00e4t? Hier k\u00f6nnen post-it\u2019s an einem Whiteboard weiterhelfen. Ich nutze \u00fcbrigens hierzu auch ein virtuelles Tool. Denn post-it\u2019s, die rund um den Bildschirm kleben, sind da kontraproduktiv. Die Klebef\u00e4higkeit ist auch begrenzt und sie fallen sp\u00e4testens nach vier Monaten runter. Sie erinnern einen auch permanent daran, was alles noch nicht erledigt ist &#8211; kein angenehmes Gef\u00fchl.<br \/>\nPost-it\u2019s wurden entwickelt als etwas tempor\u00e4res und sind dann hilfreich, wenn sie auch so eingesetzt werden. Ich kann also meinen Gedanken auf einem post-it festhalten, sollte mir aber die Zeit nehmen, mich mit diesen post-it zu besch\u00e4ftigen. Zum Beispiel w\u00e4re Freitagnachmittag ein guter Zeitpunkt, um alle post-it\u2019s, die in der Woche entstanden sind, in die Hand zu nehmen und Entscheidungen zu treffen. Ist die Idee noch aktuell oder hat sich das schon erledigt? Kann ich die Idee in eine Aktivit\u00e4t f\u00fcr die n\u00e4chste Woche \u00fcbersetzen und auf die To-Do-Liste setzen? Ben\u00f6tige ich noch etwas f\u00fcr die Idee und wie bekomme ich das? Oder handelt es sich um etwas langfristiges, das erst sp\u00e4ter relevant wird, wie das Geburtstagsgeschenk f\u00fcr die Tante im Februar. Dann geh\u00f6rt das auf einen Parkplatz.<br \/>\nDer Parkplatz ist der Ort f\u00fcr alles Wichtige, das aber nicht sofort in einer Aktivit\u00e4t m\u00fcnden soll. Es ist auch der Platz f\u00fcr die W\u00fcnsche und Visionen, die mit den eigenen Zielen zu tun haben. Sucht Euch einen sch\u00f6nen und attraktiven Platz daf\u00fcr. Es kann ein St\u00fcck Wand sein, ein Pinboard, oder auch ein Notizbuch. Bei mir ist es eine virtuelle Version.<\/p>\n<div class=\"su-spacer\" style=\"height:15px\"><\/div>\n<h4>3. Die Sanduhr<\/h4>\n<p>Fr\u00fcher im B\u00fcro hatten einige Mitarbeitende bereits Herausforderungen, in die Konzentration zu gehen. Ich h\u00f6re immer wieder, dass konzentrierte Arbeit im Home Office leichter umgesetzt werden kann, wenn die h\u00e4usliche Situation es zul\u00e4sst.<br \/>\nF\u00fcr manch einen warten aber gerade auch im h\u00e4uslichen Umfeld unz\u00e4hlige M\u00f6glichkeiten, sich ablenken zu lassen, so dass es schwierig wird, in die Konzentration zu kommen.<br \/>\nEine M\u00f6glichkeit, die ich gerade jetzt nutze, um diesen Text zu schreiben, ist eine Sanduhr (egal ob eine sch\u00f6ne aus Glas oder ein virtuelles Modell). Die Sanduhr gibt mir einen festen Rahmen vor, den ich mir selbst setze. Innerhalb der festgelegten Zeit (bei mir sind es 90 Minuten) widme ich mich ausschlie\u00dflich dieser einen Aufgabe oder in meinem Fall diesem Text. Auch wenn die Gedanken abschweifen, gucke ich auf die Sanduhr und kehre wieder zu meinem Text zur\u00fcck. Wenn ich dem Gedanken trotzdem nachgehen m\u00f6chte, dann wird er auf einem post-it oder auf der To-Do-Liste festgehalten und ich kehre zu meiner Aufgabe zur\u00fcck. Auch wenn der Wunsch besteht, aufzustehen und die Waschmaschine auszur\u00e4umen oder Schokolade zu holen, gucke ich auf die Uhr und wei\u00df, dass dieser Wunsch warten kann, bis die Uhr abgelaufen ist. Ich bleibe also sitzen und kehre zu meiner Aufgabe zur\u00fcck.<br \/>\nDas hilfreiche an der Sanduhr (abgesehen, dass ich sie einfach sch\u00f6n finde &#8211; ich habe inzwischen eine kleine Sammlung) ist, dass sie kein Ger\u00e4usch von sich gibt, wenn sie abgelaufen ist, es handelt sich um ein rein visuelles Signal. Das bedeutet, wenn ich in den Flow komme und es einfach flutscht, aber die Zeit abgelaufen ist, werde ich von keinem akustischen Signal aus der Konzentration rausgezogen, sondern kann einfach weiter arbeiten. Ich m\u00f6chte doch die Gelegenheit ausnutzen, wenn die Muse k\u00fcsst.<br \/>\nDie Sanduhr sollte aber auf keinen Fall zu einem Werkzeug werden, das Druck aus\u00fcbt. Wenn ich also, trotzdem ich mir konzentriertes Arbeiten vorgenommen habe, einfach nicht produktiv werde, dann ist es auch OK. Ich halte aber trotzdem den Rahmen ein und bleibe z.B. bei meinem Text. Auch wenn am Ende nur vier Worte entstehen und diese lauten: \u201aich habe eine Blockade\u2018, ist es trotzdem sinnvoll genutzte Zeit. Die Gedanken besch\u00e4ftigen sich trotzdem mit dem Thema und es g\u00e4rt langsam. Alles zu seiner Zeit &#8211; bei der n\u00e4chsten fokussierten Zeit wird dann der Text entstehen.<br \/>\nHilfreich kann es auch sein, sich eine Belohnung ans Ende zu setzen. Wenn ich feststelle, dass die Sanduhr abgelaufen ist, dann darf ich zum Beispiel spazieren gehen, eine Zigarette rauchen, einen Kaffee trinken, mit meinem Freund telefonieren oder meine Emails checken.<br \/>\nWer diesen Trick der fokussierten Zeit noch eine Stufe intensiver nutzen will, schaltet in dieser Zeit s\u00e4mtliche Kommunikationskan\u00e4le aus. Das Handy ist im Flugmodus, die Email- und Chat-Software wird ausgeschaltet. F\u00fcr die echten Profis: probiert mal in dieser Zeit den WLAN Router auszuschalten und seht, was dann alles passieren kann.<\/p>\n<div class=\"su-spacer\" style=\"height:15px\"><\/div>\n<h4>4. Die kleinen und gro\u00dfen Pausen<\/h4>\n<p>Pausen sind ein ganz wesentlicher Bestandteil im selbst gestalteten Tagesrhythmus. Im B\u00fcro gab es immer wieder M\u00f6glichkeiten, kurz aufzustehen und den Blick vom Bildschirm zu nehmen. Wir wurden von Kolleg_innen angesprochen, etwas gefragt, von einer Unterhaltung abgelenkt, sind zum Drucker gelaufen. So nervig wie das in der Zeit der Konzentration sein kann, so wichtig sind diese Momente aber auch.<br \/>\nIm Home Office haben wir tendenziell weniger solcher Ablenkungen. Wenn der Partner oder die Partnerin ebenfalls im Home Office arbeiten oder die Kinder an den Hausaufgaben sind, dann wird beinahe eine B\u00fcroatmosph\u00e4re simuliert. Wenn man allerdings allein in den vier W\u00e4nden sitzt, muss man selbst daf\u00fcr sorgen, dass es ausreichende Pausen gibt.<br \/>\nEine Pause, die mit Erledigungen vollgestopft ist, ist \u00fcbrigens keine Pause, sondern einfach nur Zeit, die mit einer anderen Aufgabe verbracht wird. Diese Abwechslung kann ebenfalls hilfreich sein, ist aber eben keine gute Pause. Die Frage k\u00f6nnte sich jede_r selbst einmal stellen: was bedeutet f\u00fcr mich eine gute Pause? Was f\u00fcr ein Ziel verfolge ich mit einer solchen Pause?<br \/>\nDas sind Fragen, die ich bei Projekten immer wieder Teilnehmenden in Workshops stelle. Die Antworten sind so vielf\u00e4ltig wie die Teilnehmenden selbst. Einige w\u00fcnschen sich Erholung im allein sein, andere suchen den sozialen Kontakt. Manch eine Person m\u00f6chte dann besonders aktiv sein (Stichwort Sport), die andere will sich nur ausruhen und macht am besten einen Powernap.<br \/>\nSich \u00fcber die Gestaltung der eigenen Pausen im klaren zu sein, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer ausgeglichen Balance des eigenen Energiehaushaltes.<\/p>\n<div class=\"su-spacer\" style=\"height:15px\"><\/div>\n<h4>5. Reflexion<\/h4>\n<p>Wie auch immer Ihr Euren Tages- und Wochenrhythmus gestaltet oder auf welche Art und Weise Ihr eine To-Do-Liste nutzt und eine Pause gestaltet &#8211; es kommt darauf an, bewusste Entscheidungen zu treffen.<br \/>\nDie erste bewusste Entscheidung, die ich allen Lesenden gerne ans Herz legen m\u00f6chte, ist, wie ich die Ger\u00e4uschkulisse im Home Office, insbesondere wenn ich allen bin, gestalten m\u00f6chte. Soll Musik spielen oder nicht, ist meine Wohnung zu laut oder zu leise? Ja &#8211; zu leise kann es auch sein, um in die Konzentration zu kommen.<br \/>\nAb und zu ist eine kleine Schummelei auch vollkommen in Ordnung. So k\u00f6nnen zum Beispiel T\u00e4tigkeiten auf die To-Do-Liste gesetzt werden, die Ihr vielleicht kurz vorher schon erledigt habt, oder die nur f\u00fcnf Minuten in Anspruch nehmen und gleich im Anschluss abgestrichen werden. Denn das Durchstreichen (wenn die Liste auf Papier existiert) oder das Abhaken einer Aktivit\u00e4t ist schlie\u00dflich ein freudiges Ereignis und wirft im Idealfall Belohnungshormone aus.<br \/>\nAllerdings sollte der Selbstbetrug ein n\u00fctzliches Ma\u00df nicht \u00fcberschreiten und nicht in Aufschieberitis m\u00fcnden. Daher ist eine Reflexion &#8211; alleine oder mit einem Gegen\u00fcber wie zum Beispiel einem Coach &#8211; in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden extrem hilfreich. Hier kann \u00fcberpr\u00fcft werden, ob ich die Ziele, die ich mir gesetzt habe, erreicht habe. Habe ich mir zu viel vorgenommen und gerate in Panik oder sind die Aufgaben nicht herausfordernd genug? Von wem kann ich Unterst\u00fctzung erhalten? Wer erwartet wann von mir welche Arbeitsergebnisse?<br \/>\nIm Laufe eine Arbeitstages treffen wir unz\u00e4hlige Entscheidungen. In der Zeit der hybriden Arbeitsweisen kommen nun weitere notwendige Entscheidungen hinzu. So sollte nicht nur die Aufgabe selbst mit dem Chef oder Team diskutiert werden, sondern auch wann und wo diese erledigt wird. Kann asynchron gearbeitet werden oder f\u00fcr welche Situationen ist pers\u00f6nlicher Kontakt von Vorteil.<br \/>\nIch w\u00fcnsche allen Lesenden ein gl\u00fcckliches H\u00e4ndchen beim Treffen dieser Entscheidungen und einen angenehmen Arbeitsweg vom Bett zum Schreibtisch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch in 2022 wird uns das Home Office erhalten bleiben und sicherlich nicht wieder so schnell verschwinden. Wir sollten uns also darauf einstellen, dass zuk\u00fcnftig hybride B\u00fcrokonzepte und Arbeitsweisen f\u00fcr Kopfarbeitende eine gro\u00dfe Rolle spielen werden. Da ist doch der Jahresanfang ein guter Zeitpunkt, die eigenen Arbeitsweisen, Pr\u00e4ferenzen und Stolpersteine zu \u00fcberdenken. 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